Naturfasern
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Adelheid vom Gut Mannewitz       

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 Unser Hauskater Merlin

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Hier möchte ich den Weg vom Schaf zur Wolle dokumentieren / 2006.

Beispiel: Ostfriesische Milchschafwolle


Ich verspinne ungern frisch vom Schaf geschorenes Vlies - nicht weil ich den Geruch nicht mag - sondern, weil ich meine Spinnräder gern so schön sauber behalten möchte. Daher ist es nötig, die frische geschorene Wolle zu waschen (im Bild ist braune Lammwolle eingeweicht in Ermangelung eines Bildes von eingeweichter Milchschafwolle), dies tue ich bevorzugt im Sommer auf der Terrasse mit Regenwasser ohne Zusätze, welches von der Sonne erwärmt wird.



Nachdem einige Male mit gleichwarmen Regenwasser gespült und das Waschwasser mit der Hilfe einer Wäscheschleuder entfernt wurde (großer Dank an die ehemalige Besitzerin!), wird alles schön sanft an einer schattigen Stelle im Garten getrocknet.


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Ruhepause, meistens jedenfalls, bis wieder schönes Wetter ist - denn dann kann ich im Garten kardieren - und weil ich lange genug mit den Handkarden gearbeitet habe und nicht schnell genug vorangekommen bin, kommt nun meine nagelneue wunderbare Freundin - die Kardiermaschine von Ashford - zum Einsatz. Vorher habe ich meist schon mit meinen Kindern die Wolle per Hand vorbereitet und gezupft, damit sie schön locker in das Gerät eingelegt werden kann. Dabei fällt viel von noch vorhandenem Stroh etc. aus der Wolle und erleichtert der Kardiernaschine die Arbeit.

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Mit ihrer Hilfe entstehen die weichsten Vliese, die ich mir vorstellen kann, man kann die pflanzengefärbte Wolle mischen oder pur verarbeiten - es ist eine wunderbare Arbeit für ein traumhaft weiches Ergebnis. So vorbereitet läßt sich die Wolle bestens am Spinnrad spinnen. Da ich nur mit Regenwasser wasche, ist noch genug Wollfett im Vlies um den Faden gleichmäßig ins Spinnrad laufen zu lassen.

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Und so sieht es bei uns an solchen Tagen auf der Terrasse aus:

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Natürlich kann man auf diesen Bildern gut erkennen, das ich in diesem Fall die Wolle teilweise schon vorher in der Flocke gefärbt habe (im Bild gerade Birken- und Birke-+Krappfärbung) , damit ich das Vlies farbig gestalten kann, um mehrfarbige Garne erzielen zu können. Genausogut läßt sich bereits gesponnenes und gezwirntes Garn im Strang färben. Davon werde ich später an dieser Stelle berichten. Vorerst noch ein Bild meiner strickfertigen auf diese Weise gefertigten Ostfriesischen Milchschafwolle:

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Lieblingsspruch:

Wer die Fragen stellt,

muss die Antworten

ertragen können.

  

 

      
 

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